Die Geschichte
So fing alles an
Als begeisterter Hobby-Bastler, war Herr Peter Degen schon immer fasziniert von den Möglichkeiten in der Holzgestaltung. Vor allem die Arbeiten der Zimmerleute und Schreiner aus dem 19. Jahrhundert, mit Ihrer Liebe zum Detail, den aufwendigen Formen und Gestaltungen, hatten es Herrn Degen angetan.
Mit den Mitteln der heutigen Zeit muss es doch möglich sein, Holzkunst herzustellen, welche kunstvoll und bezahlbar zu gleich ist und immer unter dem Aspekt "100% hergestellt in Deutschland!".
Diese Überlegung sollte zum Firmen-Credo der heutigen Fa. Holznischel avancieren.
Das 1. kleine Laser-Schneidgerät wurde 2000 angeschafft (Arbeitsfläche 40 x 30cm).
Zu dieser Zeit galt solch eine Technologie als völlig Branchenuntypisch (was sich dann aber in den darauf folgenden Jahren ändern sollte).
Die ersten Souvenirs wurden graviert und geschnitten, ein Konzeption, ein Stil musste gefunden werden.
2002 - Seiffener Holzkunst
Die gelernte Holzspielzeugmacherin Gabriele Rupp aus dem Spielzeugdorf Seiffen /Erzgebirge übernimmt ab Oktober 2002 die Verantwortung für die Produktgestaltung der Fa. Holznischel.
Was damals als Zweimann-Betrieb startet, soll sich in den darauffolgenden Jahren zu einem kleinen Produktionsbetrieb entwickeln
2004 - Die Marke "Holznischel"
Die neuen Produkte erfreuen sich wachsender Beliebtheit
Eine Identifikation mit dem Hersteller aus Sachsen muss gefunden werden.
Ein geschnitzter Puppenkopf inspirierten Herrn Degen zum neu gefundenen Namen "Holznischel".
Denn "Nischel" ist sächsisch und bedeutet Kopf (also Holzkopf).
Nicht zu verwechseln mit dem berühmten Holzmichel aus dem Lied ("Lebt den der alte Holzmichel noch").
Man begann an Messen teilzunehmen um die Produkte zu etablieren.
Als unsere "Hausmesse" kann man schon die Cadeaux-Messe in Leipzig bezeichnen.
Dort sind wir seither regelmäßig im Frühjahr und Herbst als Aussteller vertreten.
Ein Bild von unserem damaligen Messestand (so fing alles an):
2007 - Die Katastrophe
Als schwärzestes Kapitel der Firmengeschichte kann man leider dieses bezeichnen:
Im August 2007 befand sich unsere Produktion für das anstehende Weihnachtsgeschäft bereits im vollen Gange.
Ein Gerät verursachte plötzlich einen Brand.
Sämtliche Löschversuche schlugen fehl und innerhalb kürzester Zeit stand alles in Flammen (zum Zeitungsartikel)
Ein Großteil der produzierten Ware war vernichtet, die wichtige Saison-Messe stand in's Haus.
Keiner wusste wie es weitergehen sollte.
Gut dass wir noch eine alte, kaputte Maschine im Nebengebäude stehen
hatten.
Diese wurde erstmal wieder flott gemacht.
Stehenden Fußes bekamen wir Hilfe von einem befreundeten Holzkunsthändler, welcher uns ein
Gerät umgehend zur Verfügung stellte.
Ein 3. Gerät erhielten wir
dann von unserem Maschinen-Lieferanten.
Wertvolle 4 Wochen waren uns in der für uns wichtigsten Zeit des Jahres verloren
gegangen, aber es konnte erstmal weitergehen.
Wir waren zwar
Gerätemäßig schwach bestückt, doch alle Kollegen haben in die Hände
gespuckt, 24 Stunden Schichten geschoben und so konnten wir doch noch
das Weihnachtsgeschäft retten.
Sehr entäuscht waren wir von unseren "Landsleuten" aus dem
Erzgebirge.
Wir baten die Dregeno, Seiffen uns mit einer
Warenlieferung auf Valuta, auszuhelfen.
Diese wurde uns nicht
gewährt, nicht mal zurückgemeldet wurde sich.
2008 - Neue Wege in Color
Wie schon zu Anbeginn, ist es auch wieder Herrn Degens "Querdenker-Gabe" zu verdanken, dass die Firma nicht auf der Stelle stehen bleibt.
Mehr und mehr "Nachahmer" und auch die ausländische Konkurrenz stürzen sich auf die Produkte, welche wir bisher auf dem Markt etablieren konnten.
Jeder versucht sich durch noch billigere Angebote "ein Stück vom Kuchen" zu ergattern.
Herr Degen jedoch will am Produktions-Standort Deutschland festhalten, die Mitarbeiter nicht vor dem Kopf stoßen.
Also wird beschlossen neue Wege zu gehen. Wieder einmal versucht der Holznischel ein "traditions-eingefahrenes" Produktschema neu zu gestalten.
Was bisher nur in Naturholz-Optik funktionierte, soll Farbe bekommen.
Holz-Behänge, Schwibbogen und Fensterbilder sollen als Kontrast zum grauen Winter mit fröhlichen Farben gestaltet werden.
Nach sehr intensiven Recherchen und vielen Tests, hatten wir ein System gefunden, welches zufriedenstellende Ergebnisse liefert. Im Mehrschicht-Auftrag werden unsere Produkte in hoher Qualität coloriert und zu dieser Zeit sensationell: auch in Weiß!
Im Juli 2008 begannen wir mit der Herstellung der 1. Artikel-Linien.
Denn im September war wieder Messe und ein wichtiger Indikator für den Erfolg, oder Misserfolg.
Vorsichtig ließen sich die Händler auf der Messe begeistern. Doch im Weihnachtsgeschäft ging der Boom los.
Wir kamen wieder einmal nicht nach mit der Produktion. Die Reaktion der Kunden war fast überall positiv.

